im
Herzen der Stadt liegt die große Piazza del Popolo, der Hauptplatz, mit in der
Mitte einen mit Seepferdchen
und Tritonen verzierten Springbrunnen. Der Palazzo Ducale, der um Ihre
Aufmerksamkeit wetteifert mit dem imposanten Postgebäude. Der erst kürzlich
restaurierte Renaissancepalast mit den klaren Linien wurde im 15. Jahrhundert
von der damals herrschenden Familie Sforza erbaut. Jetzt befinden sich darin
die Büros der lokalen Regierung. Von der Piazza aus Richtung Meer
findet man rechts das Geburtshaus vom Komponist Gioacchino Rossini (1792). Das
jährlich im August stattfindende Rossini Opernfestival hat mit Inszenierungen
aus dem großen Repertoire seiner bel canto Opern weltweit Beachtung gefunden. Früher
war Pesaro berühmt für seine Keramikwerkstätten, in denen das leuchtend bunt
bemalte Tongeschirr, bekannt als Majolika, hergestellt wurde. An
der Piazza Toschi Mosca findet man die Musei Civici (Stadtmuseum), mit
einer der schönsten Keramiksammlungen aus Renaissance und Barock. Jahrhunderte
bevor die Sforza Pesaro beherrschten, war die Stadt schon eine blühende
römische Kolonie, wahrscheinlich auf den Überresten einer noch älteren Siedlung
im Jahre 184 v. Chr. gegründet. Fundstücke aus dem ehemaligen
römischen Pisaurum befinden sich im Museo Archeologico Oliveriano in der via
Mazza westlich von der großen Piazza. Auf die Strandpromenademmer
weiter die via Rossini hinunter, und Sie gelangen schließlich zur
Strandpromenade und damit zu einem der prächtigsten Gebäude der Stadt, der Villino
Ruggeri. Dieser wie Zuckerwerk verstuckte Palazzo ist eines der schönsten
Beispiele des italienischen Jugendstil, der die Adriaküste um die Wende des 20.
Jahrhunderts überschwemmte. Sehenswert sind ebenfalls das Musikkonservatorium
Rossini, das Theater Rossini, die mitteralterlichen Kirchen und die imposante
Burg Rocca Costanza.
Gradara. Eine mittelalterliche Burg umgeben von alten Mauern
aus dem 13. Jahrhundert. Die Burg (11.Jahrhundert) ist ein wunderschönes
Beispiel der militärischen Architektur und hat die größte Blühezeit unter den
Familien Malatesta, Sforza und Della Rovere erlebt. Die Burg war Zeuge großer
Kriegschläge und Liebesgeschichten, z.B. der großen Romanze zwischen Francesca
von Rimini und Paolo Malatesta, deren Geschichte in der Divina Commedia von
Dante Alighieri aufgezeichnet wurde.
Urbino, einer vollständig bewahrten Stadt in Renaissancestil,
einst die Hauptstadt des Herzogtums von Montefeltro, Geburtsort berühmter
Personen wie Raphaël, Bramante und Barocci. Sie werden in eine frühere Zeit
zurückgesetzt. Ihr Blick wird sofort nach dem Palast gezogen, den der Herzog
Federico von Montefeltro auf der Hügelkippe errichten ließ. Der Palast ist
seinetwegen ein Zentrum von Kunst und Kultur der Renaissance geworden. Der Kern
der Stadt ist ein Netz von Gassen und Treppen. Urbino ist heutzutage eine
internationale Universitätsstadt. Im Herzogspalast sitzt auch die
Nationalgemäldegalerie der Marken.
Giovanni Santi war
Hofmaler in Urbino, dessen Schicksal es wahrscheinlich gewesen wäre, in der
Rumpelkammer der Kunstgeschichte zu landen, wenn er nicht der Vater des
göttlichen Raffaello gewesen wäre. Wohl zweifellos hat Raffaellos
Kindheit am Hof dazu beigetragen, sein Genie zu entwickeln. Sein Geburtshaus
ist jetzt ein hübsches kleines Museum; das schlichte Fresko der Madonna mit
Kind in einem der Räume könnte eine seiner frühesten Arbeiten gewesen sein. Sie
finden es in der Via Raffaello, die von der Piazza della Repubblica nach oben
führt.
Besuchen Sie ebenfalls die schöne
Kirche San Bernardino Herzog Federico und seinem Sohn Guidobaldo an ihren
Gräbern die Ehre zu erweisen. Die Kirche wurde 1491 von Francesco di Giorgio
Martini erbaut und steht auf dem Hügel oberhalb der Kreuzung zur Straße
nach Pesaro.
San Marino ist die kleinste und älteste Republik
der Welt, mit 30 Km2 Fläche und ca. 21.000 Einwohnern. Es hat sein
mittelalterliches Charakter durch die Jahre immer im Stande gehalten. Lassen
Sie sich durch die mittelalterlichen Häusern, die kleinen pittoresken Gassen
usw. bezaubern! Die Altstadt liegt auf der Titanusberg (750 m. Höhe) und ist als
Monument gezeichnet worden.
San Leo liegt
auf einem massigen, steil aufragenden Felsblock (589 m. Höhe). Dank seiner
uneinnehmbaren Lage war es lange Zeit Schauplatzwichtiger militärischer, religiöser
und politischer Ereignisse. Es wurde im 4. Jahrhundert vom heiligen Leo
evangelisiert. San Leo wurde oft erobert und fiel unter Bistümer, Grafschaften,
Republik; von 1631 bis 1860 war es Teil des Vatikans. Sehenswürdig sind: die
Festung (heute ein Museum und Sitz einer Gemäldesammlung), die
Pfarrkirche, der Dom, der Baustil des Zentrums und das Panorama.
Frasassi, mit äußerst eindrucksvollen Szenerien. Die Grotten sind
erst 1971 entdeckt worden und stellen heute eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten
der Marken dar. Die raffinierte Beleuchtung, die Formen und Farben betönt,
trägt dazu bei, daß dieser unterirdischer Rundgang zu einer der schönsten der
Welt bezeichnet wird. Die Innentemperatur beträgt 14 Grad; die Grotten sind
leicht begehbar.
Gubbio, einer
malerischen und wunderschönen mittelalterlichen Stadt. Sie werden den Eindruck
haben, den Mittelalter neu zu erleben, so mächtig sind die
karakteristischen Strassen und Plätze. Gubbio war einst der Mittelpunkt des
römischen Lebens und ein sehr antikes religiöses